unsere Eltern

 

                  

IC. Vanjar's Dronnia

NFO-n-22

 Geboren am 06. Juni 1999

Gestorben am 10. Dezember 2013

GIC. d'Artagnan Felis Jubatus

Norwegische Waldkatze blau-weiß

NFO-a-09

Geboren am 19. Juni 2001 gestorben  -- 6. April 2016

 Finn den Forste av Haithabu

* 29.05.2004.männlich,         

 schwarz gestromt mit weiß NFO-n-09-22     

 Fritjof Frederick av Haithabu

* 29.05.2004 männlich,

 blau getigert NFO-a-23

 

Als wir zum Züchter reisten, hatten wir nicht vor, zwei kleine Waldkaterchen zu kaufen. Lange hatten wir überlegt, ob wir überhaupt noch ein Kleines einziehen lassen sollten. Sammy war sehr krank. Peewee war verstorben, Cheyenne sehr eifersüchtig. Aber unsere Stimmung war unter dem Nullpunkt angelangt. Als mein Mann wieder mal mit Sammy zum Tierarzt fahren musste, saß ich draußen und betrachtete mir so die verbliebene Mannschaft. Wir wussten, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollten, Sammy würde nicht lange leben dürfen.

Ich dachte: „Nein, nur mit zwei Pelzen und die ganze Trauer dabei. Nein.“ Aber diesmal wollten wir geplant und sorgfältig vorgehen. Stundenlang sah ich mir im Internet Stammbäume an. Eine Bekannte machte mich auf Fritjof aufmerksam. Ein Telefonat und wir reisten wenig später hin. Wir waren hingerissen. Die Kleinen sahen super aus, die Züchter legten sehr viel Wert auf Gesundheit. Ich verlor sofort mein Herz an das kleine blaue Pelzknäuel. Wir hatten allerdings ein Problem: mein Mann hatte sich in Finn verguckt.

 Mein Mann hatte einen „Blankovertrag“, unterschrieben. Zu hause diskutierten wir kurz. Mein Mann sagte Finn und ich Fritjof. Dann nehmen wir eben beide. Meine ganzen Einwände sind in der Geschichte: Finn und Fritjof ziehen ein, zu lesen. Trotz meines manchmal schlechten Gewissens gegenüber Sammy, freute ich mich auf den Einzugstermin der beiden. Uns kam die Zeit ewig lange vor. Dann endlich waren die beiden 14 Wochen alt und bereit zum Umzug.

Wir hatten uns extra ein paar Tage Urlaub genommen um viel Zeit für die beiden Kleinen zu haben. Im Haus und Garten hatte ich vorher soviel wie möglich auf „ Vorrat“ erledigt. Ich ahnte schon, dass dafür nur wenig Zeit bleiben würde. Für das Züchterehepaar war es selbstverständlich, ihre „Kinder“ ins neue Heim zu bringen. Natürlich wollten sie auch nebenbei wissen, ob es die beiden bei uns auch gut haben würden.

Ich hatte bei einem späteren Treffen nachgefragt, was gewesen wäre, wenn sie den Eindruck gehabt hätten, dass die Kleinen bei uns nicht gut untergebracht gewesen wären. Dann hätten sie Finn und Tjoffy wieder eingepackt. Insgeheim hatte ich große Angst, dass Cheyenne in seiner eifersüchtigen Art, die Kleinen nicht dulden würde. Aber die verstanden sich sofort super miteinander. Uns fiel ein großer Stein vom Herzen und ein noch größerer als feststand, dass auch Sammy gut mit den beiden leben konnte.

Die Kleinen (so hießen sie sehr lange und manchmal auch heute noch, obwohl sie alles andere als klein sind) brachten Leben in unser schon etwas trauriges Heim. Wenn Sammy sich gut fühlte, beschäftigte er sich auch mit den Kleinen. Wenn er seine Ruhe haben wollte, machte er es deutlich. Bisher hatten wir nie zwei kleine Waldkatzen großgezogen. Wir waren auf einiges gefasst, aber die Beiden brachten in kürzester Zeit unseren geregelten Tagesablauf durcheinander.

Morgens früh war schon das Laserspiel angesagt. Am liebsten spielten die Beiden Nachlaufen. Warnmeldungen wie „Vorsicht, Finn (oder) Achtung, Tjoffy kommt um die Ecke!“ waren ständig aktuell. Ich kann es auch abkürzen: die beiden stellten unseren gepflegten Haushalt auf den Kopf. Es war wunderbar die beiden großzuziehen, aber es war auch anstrengend. Mal eben was erledigen, nein das war nicht mehr drin. Manchmal standen bei uns sämtliche Schranktüren offen, weil die kleine Bande sich alles angucken wollte. Unseren Großen fiel denn bald ein, was die können, können wir auch. Vor allem Cheyenne tat (und tut es immer noch) gut

Als die beiden 5 Monate alt waren, sah ich Finn fast pausenlos über den Futternapf. Er zog sich Unmengen an Futter rein. Die nächste Wiegeaktion erklärte alles. Finn hatte in vier Wochen ein Pfund zugelegt. Mit seiner Wachstumsgeschwindigkeit hatte auch Finn seine Probleme. Beim „Pippi machen“ wusste er nicht so genau, wo er aufhörte.

Sein Bruder Fritjof wuchs langsam aber stetig. Finn legte in einem dreiviertel Jahr pro Monat ca. ein Pfund zu. Tjoffy überholte seinen Bruder erst nach anderthalb Jahren. Seltsamerweise glich auch das Verhalten der beiden, der jeweiligen Art zu wachsen. Finn verfeuert seine Energien schnell, heftig und in kurzer Zeit. Dann ist er müde. Sein Bruder teilt seine Energien besser ein. Tjoffy macht alles ruhiger, macht kleine Döseschläfchen und hält wesentlich länger durch.  Inzwischen wiegen beide um die 7 Kilo ohne übergewichtig zu sein. Obwohl beide ihrem Freund Cheyenne an Größe und Gewicht haushoch überlegen sind (Cheyenne wiegt jetzt 4,9 Kilo), spielen sie diese Überlegenheit nie aus.Finn ist eine Frohnatur, aber bei bestimmten Dingen ehr beleidigt. Eins dieser Dinge sind die Flohtropfen. Tief beleidigt rennt er den ganzen Tag vor mir weg. Das ich! so was mit ihm!! Mache!!! Ja ich weiß, ich bin denn eine doofe Dosi. Finn ist unproblematisch. Er möchte gut gefunden werden, gelobt werden, wenn er seinen Pröll („Finn sein Pröll) bringt. 

Tjoffy nimmt vieles gelassener. Aber wehe, wenn seine Weltvorstellungen durcheinander geraten. Dann ist er völlig durch den Wind. Reagiert oft mit Durchfall. Finn wurde ja als erster mit fast 12 Monaten kastriert. Als Finn nicht da war, ging es noch, aber als Finn wackelnd und nach Tierarzt riechend zu hause war, das war zuviel!!! Tjoffy fauchte was die Stimme hergab, war nicht mehr ansprechbar, und knurrte seinen Bruder an. Am nächsten Tag bekam er Durchfall.

Bei seiner eigenen Kastration hatte Tjoffy beschlossen, nie!! wieder aus seinem Tönnchen im Außenbaum heraus zu kommen. Es war schon ein Stück Arbeit, Tjoffy zu überzeugen, dass doch alles in Ordnung ist. Tjoffy braucht seine Rituale. Nach wie vor kommt Tjoffy, kurz nach dem ich das Licht ausgemacht habe, auf mein Bett, tupft mit der Pfote auf mein Gesicht und möchte bitte schön sein Stängchen.

Wenn er mich richtig gut findet, kommt er auf meinen Bauch und trampelt glücklich schnurrend herum. Ich versuche die Muskeln anzuspannen, denn dicke Pfoten, an denen 7 Kilo Gewicht dranhängen, sind gut zu spüren. Aber wenn man seine Pelze liebt, hält man so einige saus. 

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